September 2007
Nachdem ich am Freitagmorgen fast 2 Stunden beim Zahnarzt war, bin ich mit Mama Neuer gegen 12 Uhr Richtung Kaiserslautern gefahren. Wir haben uns an der Autobahn mit Sonja getroffen um 10 Meerschweinchen zu übernehmen die dann am Samstag mit uns Richtung Süddeutschland fuhren.
Sonja hatte auch wieder jede Menge Hundekörbe für die Mailänder Hundis dabei. Nachdem alle Meeris gut verladen waren und wir noch ein paar Worte gewechselt hatten sind wir auch schon wieder los Richtung Heimat.
Gegen 16:00 Uhr waren wir Zuhause, jetzt konnten wir anfangen das Auto beladen. Nina und ich wollten gerade loslegen, als das süße Häschen, dessen Abgabe sich schon ein paar Tage vorher angekündigt hatte, kam. Nachdem nun wirklich alle Nager versorgt waren konnte es jetzt losgehen.
Wir haben geladen und geladen dank der vielen Sachspenden war unser Auto wirklich mehr als gut voll. Wir konnten wir über 600 kg Futter, 40 kg Kausnacks dazu noch Decken, Halsbänder, Leinen, Verbandsmaterial, Hundenäpfe, Hundekörbe, Pflegemittel für Hunde, wie z.B. Bürsten und Shampoo ins Auto räumen. Unsere Arme wurden immer länger und länger und unser Auto wurde immer flacher. Nach etwa 2 Stunden waren wir fertig, nicht nur mit dem Beladen, sondern auch mit den Kräften. Jetzt noch schnell die leeren Transportboxen ins Auto, Leinen und Ersatzhalsbänder und nicht vergessen Spanngurte um die Transportboxen gut verschnüren zu können.
Um halb sechs klingelte der Wecker, knapp eine Stunde später standen Nina und ich in unserem Gewächshaus und haben angefangen die Meerschweinchen für ihre große Reise einzufangen. Die meisten waren sehr kooperativ nur eine der jungen Damen wollte absolut nicht eingefangen werden.
So nun noch die ganzen Transportboxen ins Auto stapeln und dann ab Richtung Süden.
So konnten wir gegen halb acht losfahren an Bord 14 Meerschweinchen und ein Kaninchen und jede Menge Sachspenden.
Gegen 10:00 Uhr machten wir bei Anke und ihrem Freund einen kurzen Stopp hier durfte das Kaninchen aussteigen und die 4 Meeri Mädels die nun hier ein super tolles Zuhause gefunden haben. Wir waren ganz erstaunt dass die Meerschweinchen sich gleich so gut mit der Gruppe verstanden haben, sie sind auch gleich neugierig in dem riesengroßen Auslauf umherspaziert. Leider war keine Zeit mehr fürs weitere Fachsimpeln und einen Schluck Kaffee, aber die Einladung war wirklich lieb.
Weiter zu unserem Treffpunkt. Wir waren etwa gegen 11:00 Uhr dort, schnell eine SMS an Corinna wo sie gerade sind. Antwort: Gotthard Tunnel. Wir haben gleich weitergerechnet und waren uns einig dass der italienische Konvoi ca. eine Stunde später kommen wird.
Gegen halb zwölf kam dann Sarah mit ihrer Freundin und ES Hündin Diana. Sarah hat eine ganze Gruppe junger Meerschweinchen Männer übernommen 10 Jungs durften zu Sarah ziehen.
Außerdem hatte Sarah min. 8 oder 10 Säcke Decken und Handtücher dabei. Nun endlich hatten wir auch mal die Gelegenheit ein bisschen mehr zu quatschen als immer nur "Hallo wie geht’s was machen die Hunde?"
Dann kam eine SMS, dass Corinna gleich am Treffpunkt sein würde. Jetzt ging die totale Panik und Hektik los, um nicht unnötig aufzufallen auf dem Parkplatz haben wir unsere Spenden noch nicht ausgeladen wir wollten warten bis Corinna kurz vorm Treffpunkt war.
Unsere mitgebrachten Spenden.
Santina mit Herrn Puttini und Pandora
In Null Komma nichts hatten wir das Auto leer, währenddessen sind die Italiener mit den Hunden Gassi gegangen. Jetzt noch schnell die Transportboxen aufbauen und mit Zeitung und Decken auslegen. Ohne Sarah und ihre Freundin hätten wir das nie so schnell geschafft.
Nina hochkonzentriert beim Boxen aufbauen
Santina mit Leo und Ronny unterwegs
Santina mit den Spaniels und Sarah mit Spot
Marco mit Eva, die wunderschöne schwarze Kulleraugen hat
Santina mit Pandora und Marco mit Eva
Nach der Pippipause haben wir angefangen die Hunde in ihre Transportboxen zu verladen. Wir mussten in der Hektik unbedingt darauf achten, dass die Hunde die zuerst aussteigen müssen wie zum Beispiel Eva nicht in die hinterste Box verladen. Zuvor konnte jeder nach Lust und Laune Wasser trinken.
Ein Teil der Hunde ist schon verladen
Nina und Corinna beim „Papierkram"
Und nun alle Spenden wieder in die italienischen Autos verladen.
Also nochmals alles abchecken und dann zack zack verabschieden und wieder ab Richtung Norden. Sophie wurde direkt abgeholt, sie war deshalb auch nicht unser Passagier. Nun ging auch schon das Telefonieren los, wir müssen den Abholern rechtzeitig Bescheid geben damit niemand allzu lange an den Übergabe Plätze warten muss.
Am schlimmsten ist es, wenn die Hunde auf ihre Abholer warten müssen, alle weiteren Abholer und Fahrketten die da dran hängen müssen warten, diesmal waren Hunde dabei die bis Hamburg und Rostock fahren mussten. Umso wichtiger ist es, dass alle Abholer pünktlich sind. Je weniger Zeit wir bei den Übergaben verlieren umso weniger müssen die Hunde die Richtung Norden müssen in den unbequemen Autos/Transportboxen warten.
Unser erster Stopp war für Eva, Ein toller Rastplatz, direkt mit Wiesen und relativ weit weg von der Autobahn. Evas Pflegefrauchen hat die süße Maus gleich herzlich aufgenommen und Eva war auch hin und weg. Nach der Übergabe weiter Richtung Karlsruhe. Leider mussten wir hier etwa eine halbe Stunde warten, da Pandoras Abholer im Stau stand. Pandora stieg ganz cool aus dem Auto aus und war sicher froh endlich mehr Platz in ihrem neuen Auto zu haben.
Schnell weiter und ein bisschen mehr auf die Tube drücken dazu musikalisch immer wieder von Spot aufgemuntert, waren wir auch schon in Heidelberg, Frau Kunowski wartete schon, wie immer müssen wir uns hier nie Gedanken machen.
So nun darf der Hungerhaken Lapo aussteigen, bei ihm konnte man jede einzelne Rippe sehen. Der arme Kerl, hat ziemlich in der Pension gelitten.
Lapo
Auf zu unserer letzten Abladestation im Raum Frankfurt. Ronny wird direkt von seiner PS abgeholt und die verbleibenden Hundis übernimmt Liane und fährt mit Ihnen Richtung Norden.
Als Brenda ausstieg stockte auch Liane der Atem, ich hatte sie damals schon auf 25 Kilo geschätzt so falsch war ich da gar nicht. Die Pfunde die Theo und Lapo fehlten, hatte Brenda zu viel. Das ist für mich Falschverstandene Tierliebe.
Theo
Am Auto dann musste ich ja echt schmunzeln. Liane sagte: "Ich nehme den Setter." Es kam kaum noch einer an die Box von Spot, Liane hatte nur noch Augen für Spot. Kein Wunder er war ja auch wirklich super Klasse ein richtiger Kampfschmuser. Theo war eher zurückhaltend aber ein wunderschöner Pointer. Und die Beiden Spaniels waren ja nur Klasse, das Knutschgesicht ein Traum die Jungs.
Liane mit Spot
Nachdem alle Hundis sicher verladen waren und jeder noch mal ein Schluck Wasser genommen hatte, konnten auch wir uns etwas entspannen. Wir sind immer heilfroh wenn alle Hunde unversehrt unser Auto verlassen und in das Ihrer Abholer einsteigen dürfen. Egal wie müde man ist, während eines solchen Transportes steht man unter solch einer großen Anspannung das man meint wir sind direkt an einer Steckdose angeschlossen, zumindest während die Hunde an Bord sind.
Erst wenn alle Hunde ausgestiegen sind und mit Ihren neuen Frauchen/Herrchen oder mit ihrer Pflegestelle, Fahrkette davonbrausen, erst dann können wir unsere Zentnerschwere Last hinter uns lassen. Und dann fällt man in ein Loch, dann ein Kaffee aber einen richtig starken sonst kommt man nicht mehr nach Hause.
Wir hatten unsere Boxen zusammengebaut und sind dann weiter Richtung Saarlouis um Spenden und Pflegemeeris bei Sonja abzuholen.
Gegen 19:30 Uhr standen wir vor Sonjas super gut gefüllter Garage, wir trauten wieder mal unseren Augen nicht. Wahrscheinlich bekommen wir die Spenden wieder nicht alle ins Auto.. Doch bevor die Arbeit kommt, kommt erst das Vergnügen: Hunde knuddeln, Hunde knuddeln, Hunde knuddeln und dann gab es auch noch leckere Pizza und die schon lange ersehnte Cola.
Nach einem wie immer viel zu kurzen Gespräch, haben wir dann doch angefangen die Spenden einzuladen, ich schätze es waren wieder min. 500 kg Futter, Verbandsmaterial, Körbe, Decken, Katzenfutter und, und, und. Das Auto wurde voller und voller und wir bekamen wieder nicht alles rein, wir mussten ja auch noch Platz lassen für die Meerschweinchen Mädels. Alles verstaut und superglücklich haben wir uns auf den Heimweg gemacht, die Heimfahrt fiel uns dann schon recht schwer. Um kurz vor 24:00 Uhr waren wir dann Zuhause.
Total erledigt und hundemüde haben wir noch schnell unsere Rasselbande geknuddelt. Die Meerschweinchen versorgt und gegen halb eins haben wir dann endlich an unserer Matratze gehorcht.
Es war wieder ein langer Tag, manche würden sagen seid ihr bescheuert? Warum nur tut ihr Euch das an? Tonnenweise Futter schleppen hunderte Kilometer durch die Gegend fahren, Stunden vorm Computer verbringen, kaum noch Freizeit zu haben, was soll das bringen?
Am liebsten möchte ich überhaupt nicht mehr auf solche Fragen antworten, denn diese Diskussionen kosten noch mehr Kraft als eine Fahrt. Die Diskussionen führen höchstens zu einem Magengeschwür wohingegen eine Hundefahrt mir ein unbeschreibliches Gefühl gibt, den Hunden geholfen zu haben, sie zu knuddeln, in ihre Augen zu schauen und zu wissen sie haben es endlich geschafft.
Leider ist das nur der so bekannte Tropfen auf dem heißen Stein, aber ich tröste mich immer damit, dass steter Tropfen den Stein auch höhlt.
Ich möchte mich hier noch bei allen Pflegestellen und Endstellen, allen Vereinen und Fahrketten bedanken, dass so viele Hunde nach Deutschland ausreisen durften. Besonders aber bei Michaela und die jetzige PS von Lapo. Michaela hatte Lapo eine PS geboten, ohne diese PS wäre er heute noch in Italien. Leider wusste Lapo sein Glück nicht zu schätzen und legte sich mit Michaelas Rüden an.